Montagsfrage: Thema Book Haul, schlagt ihr manchmal richtig zu?

Erkenntnisse eines Bloggerneulings: Blogosphären sind böse und hinterhältige Zeitdiebe. Heute morgen war ich nichtsahnend auf der Suche nach Gleichgesinnten – und ZACK, es ist Mittag, der Haushalt weint vor Verzweiflung, weil keiner sich um ihn kümmert und mein Wäscheberg folgt mir beinahe ins Wohnzimmer.

Während meines Streifgangs durch die erstaunliche und wunderschöne Vielfalt der Buchblogs bin ich auf die Montagsfrage bei Buchfresserchen gestoßen.

buchfresserchen

Thema diesen Montag: Book Hauls. Kaufe ich viele Bücher gleichzeitig?

Antwort: ein eindeutiges Jein.

Normalerweise kaufe ich Bücher zum Buchbindungspreis nur, wenn ich den Autoren/die Autorin bereits kenne (und selbstverständlich mag), eine Reihe weiterführen möchte oder meine privatpersönliche Buchhändlerin mir eine Empfehlung gibt. Ansonsten leihe ich mir meistens Bücher aus, und wenn sie mir gefallen, dürfen sie in mein Regal einziehen. Das ist tatsächlich schon beinahe eine Auszeichnung für dieses Buch, denn der Platz ist begrenzt und wer nicht überzeugt, fliegt. Das ist zwar gnadenlos, aber notwendig. Keine Sorge, die ausrangierten Bücher bekommen immer eine schöne neue Heimat – frei nach dem Motto: hart, aber herzlich.

Leider sind Regeln dazu da, um gebrochen zu werden – vor allem die von mir selbst aufgestellten. Bei den großen Händlern wie Arvelle oder Medimops kann ich mich noch zurückhalten, weil selten zeitgleich mehrere Bücher angeboten werden, die auf meiner Wunschliste stehen.

Unglücklicherweise gibt es fernab des digitalen Vertriebsweges noch kleine, verführerische Orte, bei denen es mir seelische Schmerzen bereitet, sie zu ignorieren. Auch hier kommt es immer auf das Angebot an – mein Wahnsinn ist Gott sei Dank noch nicht so weit fortgeschritten, dass ich wahllos Bücher kaufe, auch, wenn es für Außenstehende manchmal so aussieht -, allerdings kam es dieses Jahr schon vor, dass ich an einem Tag zehn neue Schätze mit nach Hause brachte. Für mich sind Flohmärkte der Garten Eden – für mein Portemonnaie ein toleriertes Übel (ich konnte es mit dem Argument zum Schweigen bringen, dass die gleichen Bücher im Buchhandel meistens den dreifachen Preis kosten) und bei meinen Regalen lösen sie Angstzustände aus.

Zu meiner Schande muss ich also gestehen: wenn sich mir die Gelegenheit bietet und es sich mit meinem Gewissen vereinbaren lässt, dann ja, ist die Schnäppchenjagd eröffnet. Zum Glück ist mein Gewissen meistens auf meiner Seite – denn was kann glücklicher machen als die Gewissheit, eine Vielzahl von Geschichten im Regal zu haben, die nur darauf warten, von mir entdeckt zu werden?

Fröhliches Buchkaufen euch allen!

Eure Seitentänzerin

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